(v.l.) Kerstin Lüchtenberg, Leiterin der Abteilung Berufsbildung bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Kreishandwerksmeister Ulrich Stein, stellv. Obermeister Siegfried Göker, Drittbester Marvin Tontsch, Zweitplatzierter Richard Mahler, Jahrgangsbester Jahn Stirn, Obermeister Rainer Biedermann und Schulleiter Studiendirektor Andreas Petrou

Berufskollegiaten des Kfz-Handwerks als angehende Führungskräfte

Der 14te Jahrgang des Crailsheimer Berufskollegs wurde feierlich verabschiedet

Crailsheim. Mit ihrem Entschluss, das Angebot ihrer Ausbildungsbetriebe anzunehmen und während ihrer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker das Technische Berufskollegs für das Kfz-Gewerbe zu besuchen, haben 12 junge Nachwuchskräfte der Branche die richtige Wahl getroffen. Während der dreijährigen Ausbildung erwarben sie dort fachliche Zusatzqualifikationen und bilden nun, als staatlich geprüfte Berufskollegiaten, den Elite-Nachwuchs in ihrem Handwerk. „Was Sie geleistet haben, kann nicht jeder“, betonte Obermeister Rainer Biedermann in seiner Rede anlässlich der Feierstunde zur Verabschiedung der Kollegiaten in der Crailsheimer Berufsschule. Er bedankte sich bei den Berufskollegiaten, und allen, die ihnen auf ihrem Bildungsweg zur Seite standen, und bat: „Tragen Sie Ihre positiven Erfahrungen nach außen und machen Sie Werbung für unser Berufskolleg.“ Das Kolleg in Crailsheim, um das, allen voran, Rainer Biedermann immer gekämpft hat, lasse sich nur bei entsprechenden Schülerzahlen halten. Man müsse dafür sorgen, dass diese besonders wertvolle Bildungsmöglichkeit vor Ort erhalten bleibt, mahnte er. Kreishandwerksmeister Ulrich Stein unterstützte diese Aussage und betonte die wichtige Funktion von Schulen vor Ort. „Wir müssen dafür sorgen, dass Beschulung im ländlichen Raum stattfinden kann, dort, wo es leistungsstarke Betriebe gibt und dort, wo die Azubis ihre Schulen gut erreichen können.“ An die Innungsbetriebe gewandt, bat Rainer Biedermann darum, in den Ausbildungsbemühungen nicht nachzulassen und gab an, dass im Innungsgebiet immerhin 65 Prozent der Ausgebildeten im Kfz-Handwerk in der Region, oft sogar in ihrem Ausbildungsbetrieb, bleiben. Um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen hat die Innung ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet, das den Ausbildungsbetrieben und den Auszubildenden zu Gute kommt. Darunter fällt auch, dass jeweils die besten drei Absolventen/innen des Berufskollegs ein finanzielles Dankeschön als Anerkennung ihrer besonderen Leistung erhalten. In diesem Jahrgang gab es für den Besten, Jahn Stirn, Ausbildungsbetrieb Linke GmbH in Crailsheim, 700 Euro, für den Zweiten, Richard Mahler, Ausbildungsbetrieb Bruno Widmann in Schwäbisch Hall, waren es 500 Euro und der Drittplatzierte, Marvin Tontsch, ebenfalls Autohaus Linke, erhielt 300 Euro. Der Name Linke fiel bei dieser Gelegenheit mehrfach, waren doch fünf der Berufskolleg-Absolventen im Betrieb von Konrad und Ralph Linke ausgebildet worden. Ausbildung bedeutet, jedenfalls in den ersten zwei Jahren, zwar Investition, so Konrad Linke, das aber sei unverzichtbar für den Fortbestand des Kraftfahrzeuggewerbes. Rainer Biedermann unterstrich diese Aussage: „Wir müssen ausbilden, weil wir qualifizierte Fachkräfte, auf allen Ebenen und in allen Bereichen, für die Zukunft unserer Betriebe brauchen!“

Studiendirektor Andreas Petrou, Leiter der Schule Crailsheim, gratulierte den Absolventen und unterstrich, dass Automobilität essenziell für die Gesellschaft und die Wirtschaft ist. Elektrofahrzeuge und Dieselfahrzeuge würden zwar kontrovers diskutiert, es führe aber kein Weg daran vorbei, dass die Gesellschaft, auch in der Freizeit, mobil bleiben will und muss. In Sachen Umweltverträglichkeit der Mobilität werde sich in den nächsten 20 Jahren noch einiges tun und die Berufskollegiaten haben durch ihre Ausbildung den fachlichen Grundstein gelegt, um daran mitzuwirken. Er gab ihnen als Rat auf dem Weg, beruflich am Ball zu bleiben, weiterhin fachliches Wissen zu erwerben und sich auch ehrenamtlich für ihr Gewerk zu engagieren, aber bei allem Ehrgeiz auch für eine ausgeglichene Work-Live-Balance zu sorgen, „das sorgt für Zufriedenheit und tut der Gesellschaft gut.“

Kerstin Lüchtenberg, Leiterin der Abteilung Berufsbildung bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, überbrachte die Glückwünsche der Handwerksorganisation und hob hervor: „Sie haben zwei Bildungsschritte in einem gemacht und sind nun im Arbeitsmarkt heiß begehrt. SIE können wählen, was Sie tun und wo Sie arbeiten werden.“ Die Chancen der Berufskollegiaten sieht sie äußerst positiv, ihnen stehen durch ihre Doppelqualifikation alle Möglichkeiten offen. Zumal Handwerk nicht weg zu digitalisieren sei, sondern, ebenso wie soziale Berufe, Zukunft „und auch wieder goldenen Boden“ hat.

 

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12 Kfz-Mechatroniker haben das Berufskolleg, parallel zu ihrer Ausbildung, besucht und erfolgreich absolviert:

Autohaus Linke GmbH, Crailsheim: 
Sulaiman Bitar, Moritz Fuchs, Nick Rosenfeld, Marvin Tontsch (Drittplatzierter), Jahn Stirn (Prüfungsbester)

Autohaus Bruno Widmann GmbH, Schwäbisch Hall:
Aaron Strobel, Richard Mahler (Prüfungszweiter)


Walter Mulfinger GmbH, Crailsheim:
Mike Oberlander


Auto-Meiser GmbH, Crailsheim:
Marius Ströbel
 
Hagelloch Automobile GmbH, Schwäbisch Hall:
Kevin Dippel


Autohaus Koch GmbH, Schwäbisch Hall:
Fabian Köber

Rappold GmbH, Blaufelden:
Pascal Rüeck

 

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Auch in diesem Jahr waren viele der Innungen, deren Geschäftsführung die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall innehat, bei der Job-Börse der VR-Bank in Schwäbisch Hall vertreten. Das Handwerk aus dem Kreis präsentierte sich auf einer gemeinsamen Ausstellungsfläche, zusammen mit der Handwerkskammer Heilbronn-Franken informierten sie über die vielen spannenden Berufe und Karrierewege im Handwerk. Mit einem Quiz, das nur mittels Gang durch alle Angebote des Handwerks gelöst werden konnten, motivierte man die jungen Besucherinnen und Besucher, sich mit den Berufsbildern im Handwerk intensiver auseinanderzusetzen. Wer den Teilnahmeschein vollständig ausgefüllt abgab, nahm an der Verlosung der attraktiven, von den Innungen ausgesetzten, Preise teil. Die Gewinnübergabe fand nun in den Räumen der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall statt. Kreishandwerksmeister Ulrich Stein, der stellvertretende Kreishandwerksmeister Rainer Biedermann, die Obermeister und Innungsvertreter freuten sich, die Gewinnerinnen und Gewinner bei einem kleinen Umtrunk begrüßen zu dürfen und überreichten die Preise persönlich. Einkaufsgutscheine, Haushaltskleingeräte, Malerutensilien und verschiedene Werkzeuge zählten zu den Präsenten. Gestiftet wurden sie von der Bäcker-Innung Hohenlohe, der Elektro-Innung Schwäbisch Hall, der Fliesenleger-Innung für die Region Franken, der Friseur-Innung Schwäbisch Hall, der Maler- und Lackierer-Innung Hohenlohe, der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Hohenlohe-Franken, der Raumausstatter-Innung Hohenlohe, der Sanitär-Heizung-Klima-Innung Schwäbisch Hall, der Schreiner-Innung Hohenlohe, der Stuckateur-Innung Hohenlohe sowie der Zimmerer-Innung Schwäbisch Hall.

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https://www.swp.de/suedwesten/staedte/schwaebisch-hall/eine-frau-fuer-zwei-jobs-26944268.html

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Südwest Presse für die Teilnahme an der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall und die positive Berichterstattung. Wir freuen uns immer über die kooperative und gute Zusammenarbeit mit den Pressevertretern unserer Region.

Redaktionen, die nicht vor Ort sein konnten, aber eine individuelle Berichterstattung veröffentlichen möchten, erhalten gerne alle dazu erforderlichen Informationen bei Einfach Mail schreiben und das Gewünschte anfordern. Danke.

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„Das Auto ist unverzichtbar“

Kfz-Innung plädiert für Dieselnachrüstung
und appelliert an die Politik                                                   

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Bilder können angefordert werden bei:
 

Weikersheim-Laudenbach. Die Mitgliederversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Hohenlohe-Franken eröffnete Obermeister Biedermann. In seinem Bericht ging er auf die Dieseldebatte ein, durch die ein gespaltener Automarkt entstanden sei. Das Kfz-Gewerbe setze sich dafür ein, dass Fahrverbote vermieden werden und macht sich stark für Nachrüstungssysteme. Damit kann der Ausstoß von Stickoxiden bei den Dieselfahrzeugen der Schadstoffklasse 5 im Stadtverkehr um rund 50 Prozent, im Idealfall sogar 70 Prozent und mehr, gesenkt werden, wurde in einer Studie von ADAC und dem Verkehrsministerium, mit fachlicher Begleitung des Kfz-Gewerbes, bewiesen. Während die Autoindustrie nur Interesse am Verkauf von Neuwagen habe, ist das Kfz-Handwerk sehr wohl interessiert an der Umrüstung von Fahrzeugen. Man müsse, so Obermeister Biedermann, auch an die Menschen denken, „es kann sich nicht jeder alle paar Jahre ein neues Auto leisten“. Hier sei die Politik gefragt, die gesetzliche und faktische Regelungen auf den Weg bringen muss, damit die Nachrüstungen vorgenommen werden können. Außerdem müsse die Finanzierung geregelt werden, fordert Rainer Biedermann, „hier sollte man sich nicht scheuen, auch die Autoindustrie in die Pflicht zu nehmen.“ Alternative Antriebsarten, wie Elektro-Pkws, spielen derzeit noch keine große Rolle im Markt. Von den 4.387 Neuzulassungen von Fahrzeugen in Baden-Württemberg im Jahr 2017 waren gerade mal drei Prozent E-Autos. Weitere, alternative Antriebsarten, wie E-Fuels, also Fahrzeuge, die mit synthetisch hergestellten Treibstoffen klimaneutral fahren, könnten in Zukunft eine Rolle spielen. Ein weiteres Thema beschäftigt die Branche derzeit: Seit April ist das e-Call-System „Ruf-mich-an“ in neuen Fahrzeugmodellen Pflicht. Der Vorteil soll schnellere Unfallhilfe sein, doch wie sich das System mit dem immer strengeren Datenschutz vereinbaren lässt, sei noch nicht ganz klar.

Die personelle Situation im Kfz-Gewerbe sieht Obermeister Biedermann vor allem aus Sicht des Fach-Nachwuchses: „Nur wenn wir unseren Nachwuchs selbst ausbilden, haben wir in Zukunft die Spezialisten, die wir in unseren Betrieben brauchen.“ Um Mitgliedsbetrieben Anreize zu geben und sie in ihren Ausbildungsbemühungen zu unterstützen, hat die Innung ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Ausbildende Betriebe erhalten für die nächsten drei Jahre verschiedene finanzielle Zuschüsse von ihrer Innung. Weiterhin präsentiert die Innung ihre Berufsbilder auf den Ausbildungsmessen in der Region und nimmt auch an der Job-Börse in Schwäbisch Hall teil.

Obermeister Rainer Biedermann bedankte sich explizit bei seinem Stellvertreter, Siegfried Göker, für dessen Engagement für die Innung und die Kollegen des Kfz-Gewerbes: „Siegfried Göker nimmt zahlreiche Termine für uns wahr, er ist in vielen Gremien tätig und vertritt unsere Innung auf breiter Ebene.“  Das ist auch anderen Ortes bekannt, deshalb erhielt er von der Handwerkskammer die Silberne Ehrennadel mit Urkunde sowie vom Landesverband des Kfz-Gewerbes ebenfalls die Silberne Ehrennadel mit Urkunde für sein außergewöhnliches Engagement.

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50 Jahre im Dienste der Bevölkerung

Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall überreicht Goldene Meisterbriefe
Ilshofen.

Traditionsgemäß lud die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall ihre Altmeisterinnen und Altmeister zu einer gemütlichen Feierstunde am zweiten Advent ins Flair Park-Hotel nach Ilshofen ein. Zusammen mit zahlreichen Branchenvertretern nahmen fast 350 Gäste daran teil. Kreishandwerksmeister Ulrich Stein freute sich, in diesem Rahmen 21 Goldene Meisterbriefe ausgeben zu können. „Was Sie in 50 Jahren als Meister geleistet haben,“ hob er hervor, „hat die Region entscheidend mitgeprägt. Handwerksbetriebe wurden von Ihnen gegründet oder übernommen, Mitarbeiter eingestellt, Jugendliche ausgebildet und jeder von Ihnen hat sein fachliches Können und Wissen in den Dienst der Bevölkerung gestellt! Als Dank dafür und als Anerkennung erhalten Sie heute Ihren Goldenen Meisterbrief!“  Auch Handwerkskammer-Präsident Ulrich Bopp lobte die Leistungen und gratulierte all denjenigen, die ihr 50jähriges Meisterjubiläum feiern konnten. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse waren einige der Altmeisterinnen und Altmeister am Kommen gehindert. Sie erhalten ihren Goldenen Meisterbrief bei nächster Gelegenheit.

Wenn Sie mit der Maus aufs Bild klicken, sehen Sie, wer in diesem Jahr sein 50jähriges Meisterjubiläum feiern konnte

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Neue Geschäftsführung beschlossen

Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall votiert für Kooperation mit Kreishandwerkerschaft Main-Tauber-Kreis

Cröffelbach. In ihrer aktuellen Versammlung stimmten die Obermeister und Innungsdelegierten der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall geschlossen für eine Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Main-Tauber-Kreis, mit Sitz in Tauberbischofsheim, unter Geschäftsleitung von Angelika Gold. In einer voran gegangenen Sitzung hatte die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft (KH) Main-Tauber-Kreis sich bereits für die Kooperation ausgesprochen. Angelika Gold wird ab Juli 2018, zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in Tauberbischofsheim, die Geschäftsstelle der KH in Schwäbisch Hall leiten. Vorerst, von beiden Seiten so gewünscht, für ein Probejahr, dann werde man Bilanz ziehen. „Ich bin positiv gestimmt und sehr optimistisch, dass wir mit dieser Entscheidung den Weg in die richtige Richtung gehen“, unterstrich Kreishandwerksmeister Ulich Stein. Auch sein Ehrenamtskollege, der Kreishandwerksmeister des Main-Tauber-Kreises, Michael Szabo, ist sich sicher: „Frau Gold hat unsere Kreishandwerkerschaft mit ihren 11 Innungen hervorragend im Griff und wird es schaffen, dass unter ihrer Leitung Synergien aus der Kooperation entstehen.“ Die Frage, in welche Hände man künftig die Geschäftsführung der 13 Innungen des Landkreises Schwäbisch Hall legen soll, stellte sich, da der derzeitige Geschäftsführer, Herbert Bay, im August des kommenden Jahres in Ruhestand geht. Man sei in alle Richtungen offen gewesen, so Ulrich Stein, habe die verschiedensten Varianten diskutiert, sich von der Handwerkskammer beraten lassen und unterschiedliche Möglichkeiten eruiert. Schlussendlich ging die Tendenz in Richtung Tauberbischofsheim, „denn wir wollen ein starkes Handwerk in einer starken Region.“ Die Kooperation der beiden weiterhin eigenständigen KHs soll das gewährleisten. Fusionen zwischen des KHs oder den Innungen sind theoretisch möglich, stehen aber nicht auf dem Plan. Angelika Gold ist 44 Jahre alt und seit sieben Jahren bei der Kreishandwerkerschaft Main-Tauber-Kreis tätig, seit 2012 als Geschäftsführerin. Künftig wird sie einen Tag pro Woche in der Geschäftsstelle in Schwäbisch Hall präsent sein und natürlich an den relevanten Sitzungen der Innungen teilnehmen. Das eingespielte Team der Geschäftsstelle in Schwäbisch Hall steht darüber hinaus in engem Kontakt mit Angelika Gold und wird in bewährter Form die anfallenden Arbeiten für die Innungen und ihre Mitgliedsbetriebe erledigen. „Ich bedanke mich dafür, dass Sie mir Ihr Vertrauen entgegenbringen und freue mich auf die Zusammenarbeit“, versicherte Angelika Gold den Obermeisterinnen und Obermeistern der KH Schwäbisch Hall.



(v.l. im Bild) Für die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall im Schulterschluss: Stellv. Kreishandwerksmeister Rainer Biedermann, Kreishandwerksmeister Ulrich Stein, Geschäftsführer Angelika Gold, für die Kreishandwerkerschaft Main-Tauber-Kreis im Boot: Kreishandwerksmeister Michael Szabo, Stellv. Kreishandwerksmeister Jürgen Sendelbach.




Durch Anklicken des untenstehenden Bilderbogens, öffnet er sich als pdf-Datei in neuem Fenster.




Die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall präsentierte sich, stellvertretend für die angeschlossenen 13 Innungen, als Gesicht der Kampagne „JOB-Börse 2017“ der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim.Zehn Innungen stellten im gemeinsamen Stand wieder die vielseitigen Berufe des Handwerks dar.Von der Bäcker-Innung Hohenlohe, die mit der amtierenden Brezel-Königin für ihren Berufstand warb, bis zu den Zimmerern, die schon alleine mit der Berufskluft als „Eyecatcher“ fungierten, waren alle Innungen sehr engagiert, interessierten Jugendlichen Ihre Berufe vorzustellen.Bereits das fünfte Mal haben die Innungen gemeinsam ein Quiz mit Fragen rund ums Handwerk erstellt. Auch dieses Jahr haben sich viele Besucher der Messe daran beteiligt, um die atraktiven Preise zu gewinnen.

Die Gewinner des Handwerker-Quiz anlässlich der Job-Börse 2017 der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim.


Von links: Barbara Botschan-Luksch, stv. für den Sohn Max Luksch (Preis der Fliesenleger-Innung HN-Franken); Kreishandwerksmeister Ulrich Stein; Klaus Kugler (Fliesenleger-Ig. HN-Franken); Matthias Zimmer, stv. für Friedrich Zimmer  (Preis der Maler- und Lackierer-Innung Hohnlohe); Elke Eberhardt (Preis der Friseur-Innung Schwäbisch Hall); Rainer Biedermann, Obermeister der Innung des Kfz-Gewerbes Hohenlohe-Franken; Tristan Kretschmer (Gewinner der KFZ-Innung); Jürgen Löffler Obermeister der Santär-Heizung-Klima Innung Schwäbisch Hall; Hannes Härdtle (Preis Sanitär-Heizung-Klima), Rüdiger Honold stv. OM d. Stuckateur-Innung Hohenlohe; Anna-Lena Beran (Preis Stuckateur-Innung); Sophia Gahm, Selin Balan und Anne Hess (Preise der Bäcker-Innung Hohenlohe); Frieder Paul (Preis der Schreiner-Innung Hohenlohe); Joshua Maier (Preis der Zimmerer-Innung Schwäb. Hall); Robin Wirth, Vertreter der Schreiner-Innung; Maren Schmitzl (Preis der Raumausstatter-Innung Hohenlohe)

 

   
     

   
   
     


Der neu gewählte Vorstand der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall (von links) Kreishandwerksmeister Ulrich Stein, Stellv. Kreishandwerksmeister Rainer Biedermann, Stuckateurmeister Rolf Stephan, Elektromeisterin Monika Schaffner und Bäckermeister Eberhardt Glück.
Kreishandwerksmeister Stein wiedergewählt

Vorstandsneuwahlen und Nachwuchswerbung im Fokus
der Handwerksinnungen

Cröffelbach. Ulrich Stein und Rainer Biedermann wurden einstimmig in ihren Ämtern als Kreishandwerksmeister bzw. Stellvertretender Kreishandwerksmeister bestätigt. In den Vorstand der Kreishandwerkerschaft wählten die Mitglieder in der diesjährigen Frühjahrsversammlung Bäckermeister Eberhardt Glück, Stuckateurmeister Rolf Stephan und Elektromeisterin Monika Schaffner.

Die Frühjahrsmitgliederversammlung eröffnete Kreishandwerks-
meister Stein mit der Begrüßung der teilnehmenden Obermeister und Obermeisterinnen. Er freue sich sehr über die neuen Obermeisterinnen und erhoffe sich von ihnen „frischen Wind“ für die Innungen und die Kreishandwerkerschaft. Mit Monika Schaffner, Schaffner Elektroservice in Crailsheim, Annette Blumenstock, Stribik Raumausstattung in Kreßberg und Jolanthe Wüst, Friseursalon Kowarsch in Crailsheim, erfahre die Kreishandwerkerschaft „erfreuliche Frauenpower“ in der ansonsten männlich dominierten Handwerksorganisation, lobte auch Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn. Schwerpunkt der Versammlung lag auf den zahlreichen Veranstaltungen, während derer die Kreishandwerkerschaft zum einen Nachwuchs- und zum anderen Imagewerbung für die von ihr vertretenen 13 Handwerksinnungen machen wird. Dazu genützt werden der Handwerkertag in Künzelsau am 29.04.17, die Azubi-Messe in Crailsheim am 12. und 13.05.17, die 12te Job-Börse am 24.06.17 in Schwäbisch Hall, bei der die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall als Partner der VR-Bank auftritt. Ebenfalls wieder in Planung befindet sich die Teilnahme am traditionsreichen „Fränkischen Volksfest“ in Crailsheim am 16. und 17. September 2017. Wie im Jahr 2014 will man sich am Umzug beteiligen und mit möglichst vielen Gewerken auftreten, um das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Die Jahresrechnung 2016 legte Geschäftsführer Herbert Bay vor. Die Versammlung entlastete Vorstand und Geschäftsführung einstimmig. Über die Zukunft der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall denke man, so Kreishandwerksmeister Stein, derzeit in alle Richtungen nach. Wenn Geschäftsführer Bay in zwei Jahren in den Vorruhestand geht, muss die Geschäftsführung neu organisiert werden. Diesbezüglich werden bereits Gespräche geführt, über die Ulrich Stein berichten wird, sobald konkrete Lösungen im Raum stehen. Der eingeschlagene Sparkurs, der aufgrund von Innungsfusionen und damit dem Wegfall der Geschäftsführung in der Kreishandwerkerschaft dringlich geworden ist, wird auch bezüglich der künftigen Geschäftsführung eine wesentliche Rolle spielen. Ralf Schnörr sagte die volle Unterstützung der Handwerkskammer zu, soweit es die Struktur der Handwerksorganisation erlaubt. Über die allgemeine Konjunktur äußerte er sich positiv, die Auslastung der Betriebe sei gut, die Umsätze seien gut, allerdings sei die „Stimmung in vielen Handwerksbetrieben eingetrübt.“ Die derzeitige politische Situation verunsichere viele Handwerker ebenso, wie sie der Mangel an Nachwuchs und Fachkräften belastet. Derzeit sind im Kammerbezirk 500 Ausbildungsplätze unbesetzt. Dank intensiver Bemühungen und aktiver Werbung verzeichne man aber in den letzten drei Jahren um 4,5 Prozent ansteigende Ausbildungszahlen im Handwerk. Derzeit habe man auch 44 Flüchtlinge in Ausbildungsverhältnissen. Ralf Schnörr warnte davor, die Sofortlösung der Nachwuchsprobleme in dieser Zielgruppe zu sehen, da Sprachprobleme das größte Integrationshindernis im Arbeitsmarkt darstellen. Über Praktikumsplätze in Betrieben, wie sie die Arbeitsagentur für die Flüchtlinge sucht, können Flüchtlinge und Betriebe erste Erfahrungen miteinander sammeln und herausfinden, ob eine Ausbildung möglich ist. Kreishandwerksmeister Stein berichtete von eigenen, guten Erfahrungen mit Praktikanten und kennt einige Betriebe, die ebenfalls Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Diesbezüglich sei man in Kontakt mit den zuständigen Stellen und werde weiterhin Praktikums- und freie Ausbildungsplätze dort melden.

Aus dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall schieden aus (v.l.): Willi Günter (Raumausstatterinnung Hohenlohe), Walter Scheu (Zimmerer-Innung Schwäbisch Hall) und Gerhard Feuchter (Bauinnung Schwäbisch Hall-Crailsheim). Kreishandwerksmeister Ulrich Stein (links außen) bedankte sich bei den Kollegen für ihr jahrelanges Engagement in ihren Innungen und in der Kreishandwerkerschaft.

 

















































     





Durch Nachwuchsarbeit die Zukunft des Handwerks gesichert

Altmeister/innen mit Goldenen Meisterbriefen geehrt

Ilshofen. Zur traditionellen Altmeisterfeier hat die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall 182 Altmeister und ihre Familien eingeladen. Fast 400 Personen waren der Einladung gefolgt und nahmen an der Adventfeier teil, während derer 27 Goldene Meisterbriefe überreicht wurden. Kreishandwerksmeister Ulrich Stein begrüßte die Altmeister, Gäste und Jubliare und hob hervor, dass diejenigen, die vor 50 Jahren den Meisterbrief erworben haben, die wirtschaftliche Struktur im Land in den letzten fünf Jahrzehnten entscheidend geprägt haben. Handwerkskammerpräsident Ulrich Bopp sprach den Jubilaren seine Anerkennung für ihre Arbeit, ihre Leistungen und ihr Engagement aus: „Sie haben Betriebe gegründet und Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Durch Ihre Nachwuchsarbeit haben Sie die Zukunft des Handwerks gesichert!“ Der deutsche Meisterbrief stehe für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit in der Ausbildung. Aus diesem Grund müsse er unbedingt erhalten bleiben. Die Handwerksorganisationen werden sich auch weiterhin bei der Politik dafür einsetzen, dass am Meistertitel nicht gerüttelt wird. Zur aktuellen Situation des Handwerks in der Region berichtete Ulrich Bopp, dass 78 Prozent der befragten Handwerker ihre Geschäftslage als gut beurteilen und auch für das kommende Jahr optimistisch sind. Die Auftragslage der Betriebe ist gut, die Investitionsbereitschaft wird als hoch bezeichnet. Was alle Gewerke beschäftige, sei der akute Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Im Jahr 2011 hatten 37 Prozent der Handwerksbetriebe keine Fachkräfte gefunden, obwohl sie dringend Mitarbeiter suchten, im Jahr 2015 waren es 60 Prozent. In der Region Heilbronn-Franken werden aktuell 35.000 Fachkräfte gesucht. Mit 1.850 eingetragenen Ausbildungsverhältnissen im Jahr 2015 ist zwar ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen, doch weiterhin sind viele Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt. Was die Integration von Flüchtlingen angeht, so Ulrich Bopp, verstehe sich das Handwerk in der gesellschaftlichen Verantwortung und bietet eine Vielzahl an Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Die Politik müsse aber auch die Rahmenbedingungen schaffen, damit alle Beteiligten eine gewisse Planungssicherheit erhalten. Dr. Friedrich Bullinger, Mitglied des Landtages, dankte den Altmeisterinnen und Altmeistern im Namen der Politik dafür, dass sie durch ihr Wirken für Stabilität und „einen starken ländlichen Raum durch ein starkes Handwerk“ gesorgt haben. Wie Ulrich Bopp beklagt auch Dr. Bullinger die Akademisierung, die dazu führe, dass dem Handwerk der Nachwuchs fehlt. Neben geeignetem Nachwuchs sieht er eine vernünftige Infrastruktur, gerade im ländlichen Raum, sowie schnelles Internet „als Lebensversicherung für die Betriebe“.


 

Noch 400 Ausbildungsplätze in der Region frei  
   
Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall verstärkt ihre Aktivitäten in Sachen Nachwuchswerbung  

 

Kirchberg/Jagst. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Herbst-Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall begrüßte Kreishandwerksmeister Ulrich Stein in Kirchberg/Jagst. In seinem Bericht erinnerte er an das Hochwasser in Künzelsau und die Überschwemmung in Braunsbach. Viele Betriebe waren schwerst betroffen und leiden auch heute noch unter den Folgen der Naturgewalten: „Wenn vom Keller bis in den zweiten Stock alles unter Wasser stand, gibt es kein trockenes Blatt Papier mehr, keine Elektronik funktioniert, kein PC, kein Telefon…“, so Ulrich Stein, der in Braunsbach mit dem eigenen Betrieb betroffen war. Er habe noch Glück im Unglück gehabt, aber viele Betriebe waren bzw. sind existenziell bedroht. In vielen Fällen haben die Versicherungen noch nicht bezahlt oder werden nicht bezahlen, da die Betriebe unterversichert waren. In diesem Zusammenhang riet Kreishandwerksmeister Stein dazu, immer wieder den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen und neu angeschaffte Maschinen und Geräten einzubinden, damit im Schadensfall die Zahlungen gewährleistet sind. Die Job-Börse der VR-Bank, lobte er, sei eine gut organisierte, profilierte Veranstaltung, an der die Kreishandwerkerschaft regelmäßig teilnimmt. Dank der Unterstützung durch die Handwerkskammer Heilbronn-Franken könne man die Präsentation, trotz angespannten Haushaltes, schultern. Handwerkskammerpräsident Ulrich Bopp, der zusammen mit Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr, an der Versammlung teilnahm sagte der Kreishandwerkerschaft auch weiterhin Unterstützung zu, soweit diese im Rahmen der vorgegebenen Strukturen möglich ist. Die Handwerkskonjunktur, so Ulrich Bopp, sei sehr positiv nur der Fachkräftemangel in allen Gewerken stelle ein großes Problem dar. Das Handwerk habe große Hoffnungen in die Zuwanderer gesetzt, man habe aber feststellen müssen, dass den meisten Interessenten die Beherrschung der deutschen Sprache und die Ausbildungsfähigkeit noch fehle. Hier müsse wohl man einige Jahre warten, bevor aus den Reihen der Flüchtlinge Nachwuchskräfte für das Handwerk zu gewinnen sind. Die Ausbildungszahlen verzeichnen eine leicht steigende Tendenz, trotzdem sind für das Jahr 2017 in der Region Heilbronn-Franken noch 400 Ausbildungsplätze frei. Ulrich Bopp bemängelte den „Akademisierungswahn“, der im Land herrsche und dem Handwerk den dringend benötigten Nachwuchs wegnimmt. Irgendwann brauche jeder Akademiker mal einen Handwerker und dann sei niemand mehr da, der die Arbeiten rasch ausführen kann und wenn, würden die Preise für Handwerksleistungen drastisch ansteigen. Mit der neu aufgelegten und auf die Zielgruppe junger Menschen zugeschnittenen Imagekampagne wolle man verstärkt pro Handwerk werben und Nachwuchs gewinnen. Auch die Teilnahme an verschiedenen Azubi-Börsen dienen diesem Zweck. Die Kreishandwerkerschaft hat dazu unter anderem die Teilnahme am Handwerkertag in Künzelsau (29.04.17), an der Azubi-Messe in Crailsheim (12./13.05.17), an der Job-Börse der VR-Bank in Schwäbisch Hall (24.06.17), bei der die Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall dieses Mal als Partner fungiert, beschlossen. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister, Rainer Biedermann, bat die Kolleginnen und Kollegen darum, sich verstärkt zu beteiligen und möglichst viele ihrer Innungsmitglieder zur Teilnahme und zum Engagement für den Nachwuchs zu gewinnen.

Den von Geschäftsführer Herbert Bay vorgelegten Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2017 nahm die Versammlung an. Ulrich Stein informierte darüber, dass der Geschäftsführer im Jahr 2018 ausscheiden werde. Wie die Position besetzt wird oder ob man mit der Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft andere Wege gehen werde, stehe noch nicht fest. „Wir führen Gespräche in alle Richtungen“ bestätigte er, man könne sich auch vorstellen, mit Nachbar-Kreishandwerkerschaften zu kooperieren und sei für alle Ideen der Neustrukturierung offen.


 


Nicht selbstverständliche Hilfsinitiative

 

Mitglieder der Bäckerinnung halfen und helfen in Braunsbach

 

(v.l.) Frank Harsch, Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, Bäckermeister Ulrich Tauberschmidt (Landbäckerei Tauberschmidt aus Ro-sengarten-Rieden), Bäckermeister Harald Lang (Bäckerei Lang aus Schwäbisch Hall) und Obermeister Eberhard Glück (Landbäckerei Glück aus Schwäbisch Hall-Sulzdorf) bei der Übergabe der Spende für Braunsbacher Bürger

   

Der 29. Mai 2015 hat Braunsbach bundesweit bekannt gemacht: Eine unfassliche Überschwemmung riss eine riesige Gerölllawine in den Ort und zerstörte Häuser, Straßen, Infrastruktur. Über Nacht war in der beschaulichen 2.500 Einwohner zählenden Gemeinde nichts mehr, wie es war. Als das Wasser wich hat es nicht nur immensen Schaden hinterlassen, sondern eine vier bis fünf Meter hohe Schutt- und Schlammwüste. Frank Harsch, seit 13 Jahren Bürgermeister in Braunsbach, erinnert sich an „den Tag danach“, einen Sonntag, und dass erstmal niemand wusste, was zu tun ist und wie. Was ihn heute noch ganz besonders rührt, ist die Tatsache, dass schon am Montag Freiwillige aus der gesamten Region eintrafen, um den Braunsbachern zu helfen. Doch auch das erfordert den Aufbau von Strukturen und Logistik, von zu stellenden Werkzeugen bis zu Toiletten für Hunderte von Menschen, von Handschuhen und Schubkarren bis zum Bagger mit Fahrer. Alles musste organisiert und koordiniert werden und das in einem Rathaus, das bis zum ersten Stock unter Wasser gestanden hatte, ohne Strom, ohne Telefon und ohne Internet. Frank Harschs Handy stand nicht mehr still und er und sein engagiertes Team hatten rund um die Uhr zu tun, um das große Aufräumen in den Griff zu bekommen. Und sofort standen die Bäcker der Region parat, unter ihnen Bäckerei Glück, Bäckerei Lang, Bäckerei Tauberschmidt sowie andere Kollegenbetriebe, und lieferten kostenlos Brötchen für die Helfer und Betroffenen. Aus eigener Initiative und wohl wissend, dass jeder Arbeitende verköstigt werden muss und will. „Essen hält Leib und Seele zusammen“, wie zutreffend dieser Satz ist, habe der Bürgermeister erlebt, als die müden Helfer nach der kräftezehrenden Arbeit verpflegt wurden. Auch die Metzger, Getränkehändler und Lebensmittelverkäufer der Region ließen nicht auf sich warten und brachten Tag für Tag, wochenlang, alles heran, was nötig war. „Es war einfach unglaublich und nicht selbstverständlich, wieviel Hilfsbereitschaft uns entgegengebracht wurde“, bedankt sich Frank Harsch bei den Bäckermeistern Eberhard Glück, Obermeister der Bäckerinnung Hohenlohe, Ulrich Tauberschmidt, Landbäckerei Tauberschmidt aus Rosengarten-Rieden, und Harald Lang, Bäckerei Lang aus Schwäbisch Hall, die ihn dieser Tage im Rathaus besuchten um ihm einen Scheck in Höhe von 5.334,21 Euro zu überreichen. Diesen Betrag haben Spenden und der Verkauf eines „Braunsbach Brotes“ in den Betrieben der Altinnung Schwäbisch-Hall eingebracht. Dreißig Cent eines jeden Brotes wurde für den Braunsbach-Fond abgegeben. Das Geld kommt in den für die Bürgerschaft eingerichteten Wiederaufbau-Topf. Für die Verteilung wurde eine Satzung definiert, die genau festlegt, wie die Gelder gerecht vergeben werden können, über eingereichte Anträge entscheidet eine achtköpfige Kommission. Bereits knapp 1 Million Euro wurde als Soforthilfe an Betroffene ausbezahlt, weitere rund 500.000 Euro können noch verteilt werden. Einige Betroffene können von ihrer Versicherung keine Entschädigung erwarten. Zwar sind die reinen Gebäudeschäden in der Regel versichert, aber bei Elementarschäden zahlt eine Hausratversicherung nur, wenn dieses Risiko explizit versichert ist. Überhaupt mussten alle viel lernen, was die Bewältigung eines Unglücks solcher Dimension angeht, denn die Überschwemmung von Braunsbach wurde vom zuständigen Amt als „Großschadensereignis“ eingestuft wurde, nicht als Katastrophe. Braunsbach hat die Situation gemeistert, nicht zuletzt dank der initiativen Helfer und Hilfen wie der, der Bäckereien der Region und der Altinnung der Bäcker Schwäbisch-Hall. In fünf Jahren, so Bürgermeister Harsch, hoffe man, die Stadt so weit saniert zu haben, dass alle Spuren der Verwüstung getilgt sind.





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Jobbörse 2016 – Preisübergabe an Gewinner des Handwerker-Quiz

Die Nuss geknackt haben nicht viele, aber die 10 Teilnehmer/innen am Handwerker-Quiz 2016, die alle Fragen richtig beantwortet haben, hatten allen Grund zur Freude. Ihr Engagement und ihr Wissen wurde belohnt. Sie erhielten eine Einladung in die Geschäftsräume der Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall, wo Kreishandwerksmeister Ulrich Stein sie begrüßte. Er, und Vertreter der jeweiligen Innungen, gratulierten den Gästen und überreichten ihnen die Preise. Einkaufsgutscheine der Bäckerinnung erhielten Heidrun Schindler, Oliver Thalacker und Christine Zimmer. Nico Lederer durfte sich über eine Outdoorjacke der Kfz-Innung Hohenlohe-Franken freuen, Patrick Koschler bekam einen Latthammer von der Zimmer-Innung Schwäbisch Hall. Die Innung Sanitär-Heizung-Klima Schwäbisch Hall vergab einen Einkaufsgutschein an Daniel Föhl, die Malerinnung Hohenlohe-Franken überreichte Natascha Wurst einen Korb mit Malerutensilien. Die erfolgreiche Teilnahme am Quiz belohnte die Schreinerinnung Hohenlohe mit einem Profi-Hobel, den Kevin Dimmler erhielt, von der Raumausstatter-Innung Hohenlohe gab es für Ines Kindler einen Einkaufsgutschein. Ebenfalls einen Einkaufsgutschein hatte die Fliesenleger-Innung für die Region Franken als Preis ausgesetzt, den Conny Kindler entgegennehmen konnte.

 

       

Kreishandwerksmeister Stein bedankte sich bei den Gewinnern für den Besuch der Jobbörse und für ihre Teilnahme am Gewinnspiel. Immer ein Gewinn sei die duale Ausbildung im Handwerk, da sie die solide Grundlage für beruflichen Erfolg bedeutet. „Ich hoffe, Sie und Ihre Eltern haben auf der Ausbildungsbörse wichtige Informationen über die Berufe im Handwerk erhalten und konnten Kontakte mit den Gewerken knüpfen, die für Sie interessant sind.“ Wer noch eine Lehrstelle sucht, kann sich auf dem Portal der Handwerkskammer Heilbronn über freie Ausbildungsplätze informieren:
https://hwk-heilbronn-service.de/modules/lbo/index.php